Epitaph der Freiherrin Theodora von Ense
Das Epitaph der Freiherrin Theodora von Ense ist ein schönes Zeugnis der Renaissance in der Erwitter Kirche. Das Grabmal wurde 1615 für die verstorbene Gattin des Freiherrn Heinrich von Ense angefertigt. Der obere Teil stellt als Relief die Kreuzigung Christi auf dem Kalvarienberg vor der Stadt Jerusalem dar. Vor dem Kreuz knien die Stifter. Die Wappenschilder an den Seiten des Reliefs geben, wie damals üblich, die Abstammung der Eheleute an.
Die Jakobsleiter
Die an den Ecksäulen der östlichen Vierungspfeilern dargestellte Jakobsleiter – einmalig in Deutschland – wurde mehrfach in Werken der sakramentalen Kunstgeschichte erwähnt. Als flache Reliefs sind Engel zu sehen, die auf einer Leiter stehen. An den Ecken der würfelförmigen Basen der Säulen sind sind kleine Figuren angebracht, die nach Meinung von Prof. Tümmler die Könige David, Salomon und Ezechias sowie die Königin von Saba darstellen. Auf dem Kapitell der Nordsäule sieht man die betende Kaiserin Helena und ihren Gehilfen Cyriakus. Das Lapitell der Südsäule zeigt zwei Engel. Die drei Bildzonen der Säulen schließen sich zu einem bemerkenswerten Gesamtbild zusammen. Von den in die Zukunft weisenden Königen des alten Testamentes und der Vorläuferin der Kaiserin Helena wird durch die Säulen und die Cherubinen, den Vermittlern zwischen den Menschen und Gott, symbolhaft eine Verbindung zu Christus hergestellt, der nach dem Kreuzestod und der Auferstehung – die Skulpturen der Kapitelle deuten es an – als Triumphator erscheint.




