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Friedhofshalle

Die Geschichte der Friedhofshalle

Am 29.10.1977, also vor über 30 Jahren, wurde die Friedhofshalle Bad Westernkotten feierlich eingesegnet und eröffnet. Grund genug, einmal der Entstehung und dem Werdegang dieser Einrichtung nachzugehen.

 

Errichtung

Der Wunsch vieler Bad Westernkötter nach einer Friedhofshalle war der Anlass für die Gründung eines Fördervereins im Juni 1976.

In einer Bürgerversammlung am 23.2. 1976 stellten Ortsvorsteher Alfred Beste und Architekt Günter Buddeus erstmals die Pläne für die Friedhofshalle vor.

Dem Förferverein gehörten zu Anfang und dann für Jahre und Jahrzehnte die folgenden sieben Mitglieder an: Vorsitzender Paul Röwekamp, stellv. Vorsitzender Paul Gerling, Geschäfts¬führer Alfred Beste, Kassenwart Friedhelm Hense und die Beisitzer Theo Adämmer, Franz Mintert und Willi Ostermann. Dieser Verein hatte sich die Finanzierung der Baumaßnahme zur Aufgabe gemacht.

Als Erzbischof Dr. Johannes Degenhardt am 9. 10. 1976 die neue Pfarrkirche einweihte, begannen auf dem Friedhof die ersten Erdarbeiten für die neue Friedhofshalle. Nach einjähriger Bauzeit konnte auch sie von Herrn Pfarrer Gersmann am 29.10.1977 eingesegnet werden.

 

Bau- und Nutzungsgeschichte 1977 bis 1987

Nach Fertigstellung der Grünanlagen und eines provisorischen Parkplatzes errichtete der Förderverein im Sommer 1978 den Glockenturm mit der Glocke des Elisabethheimes. 1981 erhielt die Friedhofshalle zum Schutze vor Wind und Regen einen Vorbau.


1984 beschloss der Kirchenvorstand eine neue Friedhofsordnung. Da das erzbischöfliche Generalvikariat in Paderborn einer Übernahme der Friedhofshalle durch die Kirchengemeinde aus grundsätzlichen Überlegungen nicht zustimmte, blieb es zunächst bei einer Dreiteilung der Aufgaben (Kirche, Stadt, Förderverein). So wurde ein eigener Friedhofsausschuss gebildet, dem neben Pfarrer Gersmann als Vorsitzendem des Kirchenvorstandes (KV) vom KV noch Bruno Rieke, Theo Adämmer, Franz Wenner und Rolf Mertens angehörten, vom Förderverein Paul Röwekamp, Paul Gerling und Alfred Beste.


Die kath. Kirchengemeinde finanzierte im Herbst 1985 die endgültige Fertigstellung des Parkplatzes, nachdem die Stadt die Straße Zur Josefslinde bis zum Parkplatz ausgebaut hatte.

Mit Hilfe einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme konnten im Jahre 1986 Wege und Anlagen neu gestaltet werden. Die im Herbst 1986 gepflanzten 15 Sommerlinden am Rande des Friedhofs und die 31 Rotdornbäume am Hauptweg und rund um die Halle waren der krönende Abschluss einer 10jährigen Aufbau- und Erneuerungsarbeit. Der Förderverein hat allein im Zeitraum von 1976 bis 1987 über 300.000 DM finanziert, im März 1987 lagen die Verbindlichkeiten unter 10.000 DM. Dies alles war nur möglich dank der außergewöhnlichen Spendenfreudigkeit und des großen Arbeitseinsatzes der Gemeindemitglieder.

 

Bau- und Nutzungsgeschichte 1987 bis heute

Die Friedhofshalle sowie der Glockenturm wurden zum 1.1.1993 gemäß Vertrag vom 3.2.1993 schuldenfrei in das Eigentum der Stadt Erwitte übertragen. Damit konnte auch der gemeinsame Friedhofsausschuss aus Mitgliedern des KV und des FV aufgelöst werden. Seit dieser Zeit unterliegt die gesamte Friedhofspflege sowie der Baum- und Heckenschnitt Herrn Hubert Wieners.


Für Friedhofsangelegenheiten ist seit 1991 ein Ausschuss des KV zuständig, bestehend aus Franz-Josef Brock , Franz Wenner und Theo Groene. Werner Lüning löste 2000 Theo Groene ab. Seit Anfang 2007 gehören dem Ausschuss Franz Wenner, Franz-Josef Brock und Meinolf Rath an. Der Ausschuss arbeitet eng mit der Stadt Erwitte sowie dem Pfarramt, das die Friedhofsverwaltung innehat, zusammen.


Im Jahr 2004 erfolgte wurde eine bauliche Erweiterung der Friedhofshalle vorgenommen. Die Kostenschätzung des Architekten belief sich damals auf 25.000 €. Bis dahin betrug die Nutzfläche der Friedhofshalle 153 Quadratmeter, wobei für die Trauerhalle eine Fläche von rund 85,5 m² zu Buche schlug. Nun wurde der vorhandene, mit einer Windschutzmauer versehene, aber sonst offene Vorraum mit einer Wand verschlossen und die Eingangstür der Friedhofshalle entsprechend versetzt. Der Pflasterbelag wurde entfernt und durch einen Marmorboden ersetzt. Die Maßnahmen führten zu einer Erweiterung der Nutzfläche um ca. 46 m².

Die Maßnahme wurde komplett durch den Förderverein finanziert und zum Teil durch Eigenleistung umgesetzt.

Später im Jahr 2004 wurden auch noch die Pflasterung außen, die Deckenvertäfelung, das Dach des Vorraums und die Fenster sowie der Weg bis zum Zentralkreuz neu gestaltet.  Am 3.6.2005 gab der Förderverein bekannt, dass er die Renovierung der Friedhofshalle abgeschlossen hat und sich nun anderen Projekten widmen will.  


Im Juni 2005 und Juli 2006 wurde die Bleiverglasung überarbeitet und in Sicherheitsglas eingeschlossen. Im Mai 2006 musste die Kühlanlage in den Leichenzellen erneuert werden. Der Hauptweg vom Zentralkreuz bis zur Friedhofshalle wurde neu gepflastert, unentgeltlich von Franz-Josef Brock, Franz Wenner und Hubert Wieners durchgeführt. Die Erneuerung des 2. Abschnitts vom Zentralkreuz bis zum Haupteingang ist geplant.


Die laufende Instandhaltung der Friedhofshalle wird durch die Stadt Erwitte erledigt. Im Auftrag der Stadt Erwitte ist Herr Franz-Josef Schröer, Antoniusstraße, für die Betreuung der Friedhofshalle zuständig.

Der Glockenturm